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Abed Abdi: Biografie

 

Abed Abdi, einem palästinensischen Maler, Bildhauer, Grafiker und Dozent aus Haifa, Israel.

 2010 hatte Abdi die Ausstellung 50 Jahre Kreativität („50 Years of Creativity“) in der Um el Fahem Gallery in Israel

Abed Abdi wurde 1942 in Haifa geboren, studierte zunächst in Israel Kunst, dann 1964 bis 1972 an der Akademie für Bildende für Kunst in Dresden. Er kehrte nach Haifa zurück und betätigt sich seither im Bereich Kunsterziehung und ist freischaffender Künstler. Mit jüdischen, christlichen, muslimischen Intellektuellen gründet er 2005 den „Arabelle“-Verein, der sich zur Aufgabe gemacht hat, Dialog und Verständigung zwischen den Bevölkerungsgruppen in Israel in allen kulturellen Bereichen zu fördern.

Abed Abdi hatte viele Einzel- und Gruppenausstellungen in Qatar, Israel, Jordanien, Belgien, Deutschland, Frankreich, USA, Japan, Ungarn und in Bulgarien, ebenso an der gemeinsamen Palästinensisch-Israelischen Künstler-Ausstellung „It’s possible!“, die in den USA und in Deutschland zwischen 1988 und 1990 zu sehen war. Er ist Mitglied des Jüdisch-Arabischen Centrums von Beit Hagefen, das palästinensische und israelische Künstler zusammenbringt, um durch gemeinsame Aktivitäten dem Frieden näher zu kommen.

 

 

1942 geboren in Haifa

arbeitet als Schmied und als Illustrator für in Israel erscheinende arabische Zeitschriften

 

1962 studiert Kunst bei Abaham Yaskil und Zvi Mairovitch

erste Ausstellung in Tel Aviv

 

1965 ein Stipendium studiert in Dresden an der Hochschule für Bildende Künste bei den Professoren L. Grundig, G. Bondzin und Gerhard Kettner, seine Abschlußarbeit erhielt den zweiten Preis, was ihm ein weiteres Stipendienjahr ermöglichte, er spezialisiert sich auf grafische Kunst und Wandmalerei

 

  1. kehrt er nach Haifa zurück und arbeitet als Grafik-Designer, Bildhauer, Maler, Karikaturist und Kunstkritiker

 

  1. erhält den Herman Struck-Preis der Stadt Haifa als „bester Künstlers des Jahres“ und in Berlin den Young Artist’s Award auf dem Internationalen Jugend-Festival

 

  1. errichtet zusammen mit dem jüdischen Künstler Gershon Knispel eine Skulptur zum Andenken an das Land Day Massacre von 1946

 

1984 eine Skulptur zur Erinnerung an die Gründung der Stadt Shefa Amr vor 75 Jahren und Wandgemälde in Haifa, Jaffa und Nazareth

 

1985 Dozent an der Pädagogischen Akademie für Lehrerausbildung in Haifa

 

1988-1995 zahlreiche Ausstellungen in Quatar, Israel, Belgien, Deutschland, Frankreich, USA, Japan und Bulgarien. Teilnahme an über 45 Gruppenausstellungen, Gründung die Palästinensisch-Israelische Künstler-Ausstellung „Its Possible!“, die in USA und Deutschland gezeigt wurde.

Teilnahme an der Ausstellung „Solidarität mit dem palästinensischen Volk“, die in Tokio, Berlin, Berlin, Brüssel und Athen gezeigt wurde, organisiert und beteiligt sich an Ausstellungen israelischer und palästinensischer Künstler in Haifa, Tel-Aviv und West-Jerusalem

 

1999 erhält noch einmal den Herman Struck-Preis der Stadt Haifa als „bester Künstlers des Jahres“

 

2005 gründet mit anderen Künstlern ARABELLE – eine Kunstwerkstatt und Workshop in Haifa zur Unterstützung der Bildenden Künste und zur Vertiefung des Interkulturellen Dialogs, zur Zeit ist er Präsident des Al Midan Theaters in Haifa

.2007/2008 curator, „Holiday of Holidays“ art project (Haifa, Israel)

Abdi war Präsident des Al-Midan-Theaters in Haifa von 2004 bis 2009. Seit 2008 er ist Co-Kurator des Projektes „Holiday of Holidays“ (Haifa, Israel).

Ehrungen

Die Stadt Haifa sprach Abdi 1973 den „Herman Struck Bester Künstler des Jahres“-Preis zu, welchen er 1999 noch einmal erhielt. 1973 erhielt er auch den "Young Artist Award" des International Youth Festival in Berlin. Im Jahr 2008 erhielt Abed Abdi als erster in Israel lebender arabischer Künstler den Preis für Kunst und grafische Kunst des israelischen Ministeriums für Wissenschaft, Kultur und Sport.

Im Jahr 2010 verlieh ihm der Bürgermeister der Stadt Haifa die Ehrenbürgerwürde.

 


Lea Grundig – Graphische Künstlerin, rufende Stimme

 

Tel-Aviv, 11.09.2014, Abed Abdi

Sehr geehrte Gäste, sehr geehrte Frau Angelika Timm, Leiterin des Tel-Aviver Büros der Stiftung, sehr geehrte Teilnehmer des Symposiums zum Gedächtnis und Wirken der Künstlerin Frau Professor Lea Grundig (Haifa, Tel Aviv 1940-1948) – die während meiner Studienzeit in den Jahren 1964–1971 in Dresden an der Akademie der Bildenden Künste meine Lehrerin war.

Ich bin der Bitte Frau Angelika Timms nachgekommen, auf diesem Symposium, welches von der Stiftung hier in Tel-Aviv mit viel Mühe ausgerichtet wurde, zu sprechen und ich weiß das sehr zu schätzen. Ich bin froh, dass eine Tagung wie diese einen – wenn auch kleinen – Kreis im Leben meiner Lehrerin Lea schließt, die 1940 in das Britische Mandat Palästina kam und dort zeitweilige Zuflucht vor der Verfolgung durch die Kräfte der Finsternis1 in ihrem Heimatland fand. Genauso wie sie wurden auch Bertholt Brecht (1898–1956), Arnold Zweig (1887–1968) und andere verfolgt und ins Exil gedrängt, wo sie ihren Widerstand gegen das Nazi-Regime, das ihre Heimat Deutschland und die Länder der Welt verwüstete, fortsetzten.


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